Der „Ikigai“ im Schamanismus – Wie du deinen Lebenssinn und deine innere Freude wiederfindest

 

Ikigai und Schamanismus – Finde deinen Lebenssinn und deine Seele wieder

Viele Menschen spüren heute eine leise Leere in sich.
Sie funktionieren, erfüllen Pflichten, aber tief im Inneren fehlt etwas – das Gefühl von Sinn, Richtung und Lebendigkeit.
In Japan nennt man dieses Gefühl Ikigai – den inneren Grund, morgens aufzustehen.
Im Schamanismus spricht man von der Stimme der Seele, die dich ruft, deinem wahren Weg zu folgen.

Dieser Blog lädt dich auf eine Reise ein – zwischen östlicher Weisheit, therapeutischer Tiefe und schamanischer Erfahrung.
Eine Reise zu dir selbst.

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1. Das japanische Ikigai – die Kunst, für etwas zu leben

In Japan glaubt man, dass jeder Mensch ein persönliches „Warum“ hat – einen inneren Sinn, der sein Leben erfüllt.
Dieses „Warum“ ist kein Ziel, das man erreicht, sondern eine Lebenshaltung.

Das Ikigai entsteht dort, wo sich vier Kräfte begegnen:

BereichBedeutungBeispiel
❤️ Was du liebstLeidenschaftMusik, Menschen helfen, Natur
💪 Worin du gut bistBegabungZuhören, Heilen, Gestalten
💰 Wofür du bezahlt werden kannstBerufTherapie, Kunst, Unterricht
🌍 Was die Welt brauchtMissionBewusstsein, Frieden, Verbindung

Wenn diese vier Bereiche in Harmonie schwingen, entsteht dein persönliches Ikigai – eine Energie, die dich erfüllt, dich trägt und anderen dient.

Viele Menschen spüren ihr Ikigai unbewusst: Wenn du etwas tust, das dich lebendig macht, bei dem Zeit keine Rolle spielt, bist du deinem Ikigai schon ganz nah.

Ikigai ist also kein Plan – es ist eine Art zu sein. Ein Zustand, in dem du mit deiner inneren Wahrheit im Einklang lebst.

2. Ikigai im Schamanismus – die Stimme deiner Seele

In der schamanischen Sichtweise würde man sagen: „Dein Ikigai ist der Ruf deines Geistes.“

Bevor du auf diese Erde gekommen bist, hast du – auf der Ebene der Seele – eine Aufgabe gewählt. Diese Aufgabe ist kein Zwang, sondern ein Weg, auf dem du wachsen, heilen und Licht in die Welt bringen kannst.

Wenn du diesen Ruf deiner Seele ignorierst, entstehen Symptome:

  • innere Leere,
  • das Gefühl, „am Leben vorbeizuleben“,
  • Antriebslosigkeit oder das Empfinden, „etwas fehlt“.

Doch wenn du dein Ikigai lebst, geschieht Magie: Deine Energie fließt, du triffst die richtigen Menschen, und das Leben scheint dich zu unterstützen.
Schamanisch gesehen ist das der Moment, in dem du mit deinem Krafttier, deiner Intuition und deiner Seelenenergie im Einklang bist.

Diese Harmonie erzeugt Synchronizität – Ereignisse, die sich plötzlich „fügen“. Das Universum öffnet sich, wenn du deinem Seelenplan folgst.

3. Ikigai und das innere Kind – der ursprüngliche Funke deiner Seele

Bevor du gelernt hast, was „vernünftig“ ist, wusstest du es schon: Dein inneres Kind kannte dein Ikigai.

Als Kind hast du gespielt, gesungen, gemalt, gelacht – ohne zu fragen, ob es Sinn macht oder Geld bringt. Diese Freude war deine Seelenmelodie.

In der therapeutischen Arbeit mit dem inneren Kind geht es darum, diese vergessene Freude wiederzuentdecken:

  • Was hast du als Kind geliebt?
  • Was hat dich lebendig gemacht?
  • Wann hast du dich wirklich frei gefühlt?

Diese Erinnerungen sind der Schlüssel zu deinem Ikigai. Denn Ikigai ist nicht etwas, das du neu erfindest – es ist etwas, das du wieder erinnerst.

Wenn du diesen Funken wieder in dein Leben holst, beginnt Heilung. Du erlaubst dir wieder, zu träumen, zu spielen, zu leben – nicht als Pflicht, sondern als Ausdruck deines wahren Wesens.

4. Wie du dein Ikigai (wieder) findest – schamanisch und therapeutisch

Viele Menschen suchen ihr Ikigai mit dem Kopf – aber es wird nur durch das Herz gefunden.

  1. Reise nach innen: Setze dich in Stille oder gehe in Meditation. Frage deine Seele: „Wofür bin ich hier?“ und lausche den Bildern oder Gefühlen, die auftauchen.
  2. Heile dein inneres Kind: Frage dein jüngeres Selbst, was es wirklich erleben wollte, bevor es sich anpassen musste.
  3. Folge der Freude, nicht der Angst: Wenn sich etwas leicht und weit anfühlt, bist du deinem Ikigai nah.
  4. Sprich mit der Natur: Bitte die Elemente Erde, Wasser, Feuer und Luft um Zeichen, die dich führen.
  5. Setze es in Handlung um: Jeder kleine Schritt, der dich lebendiger macht, bringt dich näher zu deinem Ikigai.

5. Der Verlust des Ikigai – wenn die Seele schweigt

Wenn Menschen ihr Ikigai verlieren, entstehen oft Symptome wie Depression, Sinnleere oder Burn-out.
Nicht, weil sie schwach sind, sondern weil sie gegen ihren inneren Kompass leben.

Die schamanische Sichtweise versteht dies als Verlust eines Seelenanteils – ein Teil der Lebensenergie zieht sich zurück, wenn man über längere Zeit gegen das eigene Wesen handelt.

Die gute Nachricht: Diese Energie kann zurückgerufen werden. Durch Rituale, Klang, Atem oder geführte Reisen kann man wieder Kontakt zu dem Teil aufnehmen, der einst voller Freude und Vertrauen war.

6. Die schamanische Perspektive – Energie folgt Bewusstsein

Ein Schamane würde sagen: „Wo deine Aufmerksamkeit hingeht, dort fließt deine Energie.“

Wenn du dich ständig mit Angst, Zweifel oder Kontrolle beschäftigst, verstärkst du genau diese Energie.
Wenn du aber deine Aufmerksamkeit auf Freude, Liebe und Sinn richtest, beginnt sich dein Leben zu verwandeln.

Das ist der tiefere Sinn von Ikigai im schamanischen Verständnis:
Es ist nicht nur dein Lebenssinn – es ist dein energetischer Zustand. Du wirst zu dem, woran du glaubst.

7. Ikigai als tägliche Praxis

Ikigai ist nichts, was du „findest und behältst“ – es ist etwas, das du täglich nährst.
Wie ein inneres Feuer braucht es Aufmerksamkeit, Luft und Hingabe.

  • Morgens: Frage dich: „Was macht heute Sinn für mich?“
  • Mittags: Atme tief ein und erinnere dich an eine Sache, für die du dankbar bist.
  • Abends: Schreibe drei Momente auf, in denen du dich lebendig gefühlt hast.

Diese kleinen Rituale programmieren dein Unterbewusstsein neu – vom „Ich muss“ zum „Ich darf“.

8. Ikigai und Beziehungen – Liebe als Spiegel des Lebenssinns

Wenn du in einer Partnerschaft lebst, wird dein Ikigai oft gespiegelt. Manchmal ruft dein Partner genau die Themen hervor, die dich zu deinem wahren Selbst führen.

Im Schamanismus sagt man: „Beziehungen sind heilige Lehrer.“

Wenn beide Partner ihr eigenes Ikigai leben, entsteht eine Beziehung aus Freiheit, nicht aus Abhängigkeit – zwei ganze Menschen, die sich gegenseitig inspirieren.

9. Ikigai und das Herz – die Kraft der Resonanz

Das Herz ist der Sitz deines Ikigai. Wenn du etwas tust, das aus deinem Herzen kommt, erzeugst du eine Resonanzfrequenz, die andere berührt.

In der schamanischen Arbeit kann man diese Herzenergie durch Trommeln, Klangschalen oder Atemreisen aktivieren.
Wenn das Herz offen ist, entsteht Vertrauen – und Vertrauen ist der Boden, auf dem Ikigai wächst.

10. Der westliche Irrtum – Erfolg statt Sinn

In unserer Kultur wird Erfolg oft mit Geld, Leistung oder Status gleichgesetzt. Doch das führt selten zu Erfüllung.

Ikigai erinnert uns daran, dass wahres Glück nicht von außen kommt, sondern aus dem Einklang zwischen innerem Sinn und äußerer Handlung.

11. Wie du dein Ikigai spürbar machst

  • Wann vergesse ich die Zeit?
  • Was bringt mein Herz zum Leuchten?
  • Wo fühle ich mich gebraucht und verbunden?
  • Was würde ich tun, wenn ich keine Angst hätte?

Notiere deine Antworten. Daraus entsteht dein persönlicher Wegweiser.
Wenn du magst, kannst du daraus ein Ritual machen:

„Ich erlaube mir, meinen wahren Weg zu gehen.“

Dieser Moment markiert oft den Beginn einer neuen Lebensphase – nicht im Außen, sondern im Bewusstsein.

12. Fazit – Ikigai als Weg der Seele

Ikigai ist mehr als ein Konzept. Es ist eine Haltung, eine Erinnerung an das, was du bist, bevor dich die Welt geformt hat.

Im Schamanismus ist es der Ruf deiner Seele.
In der Arbeit mit dem inneren Kind ist es die Heilung deiner Lebensfreude.
Und in der modernen Psychologie ist es die Integration deiner Potenziale.

Wenn du dein Ikigai lebst, wird dein Leben zu einem Tanz zwischen Himmel und Erde.
Du lebst nicht mehr gegen das Leben, sondern mit ihm.

Vielleicht ist das die tiefste Form von Spiritualität:
Nicht irgendwohin zu fliehen – sondern ganz hier zu sein, erfüllt, wach, verbunden.

„Das Ikigai ist nicht etwas, das du finden musst – es ist etwas, das schon in dir wartet.“