Vom Kampf zur Erinnerung an die Liebe
Als Dipl.-Sozialpädagoge, Paartherapeut und schamanisch arbeitender Begleiter begegne ich in meiner Praxis in München und auf Mallorca immer wieder demselben Kernthema:
Nicht der Partner ist das Problem.
Nicht die Welt ist das Problem.
Das Ego ist das Problem – wenn wir es für unsere Identität halten.
Sowohl der Schamanismus als auch Ein Kurs in Wundern sprechen vom Ego – jedoch in unterschiedlicher Sprache.
Und doch zeigen beide in dieselbe Richtung: Zur Erinnerung an unsere wahre Natur.
Was ist das Ego aus Sicht von Ein Kurs in Wundern?
Im Kurs wird das Ego nicht als Charaktereigenschaft verstanden. Es ist kein bisschen Stolz und keine gesunde Abgrenzung.
Das Ego ist ein Gedankensystem der Trennung.
Es flüstert:
- Du bist getrennt von Gott.
- Du bist getrennt von anderen.
- Du musst kämpfen.
- Du musst Recht haben.
- Du musst dich verteidigen.
- Du bist Opfer der Welt.
Das Ego lebt von Angst. Es braucht Konflikt, um sich zu bestätigen.
Ein zentraler Gedanke aus dem Kurs lautet sinngemäß: Willst du Recht haben – oder glücklich sein?
Denn das Ego will Recht. Der Geist will Frieden.
Das Ego im Schamanismus
Im Schamanismus sprechen wir weniger vom Ego als von:
- Seelenverlust
- Fremdenergien
- unbewussten Schatten
- abgespaltenen Anteilen
- Ahnenmustern
Energetisch betrachtet ist es jedoch dasselbe Phänomen: Wir haben vergessen, wer wir wirklich sind.
Das Ego ist im schamanischen Verständnis nicht böse. Es ist ein Schutzmechanismus.
Es entsteht durch:
- Trauma
- Zurückweisung
- Scham
- Schuld
- frühe Bindungsverletzungen
Das Ego baut Mauern, um das verletzte innere Kind zu schützen. Doch was uns einst geschützt hat, trennt uns heute von der Liebe.
Ego in Beziehungen – Der spirituelle Spiegel
In meiner schamanischen Paartherapie erlebe ich häufig:
- Projektion
- Machtkämpfe
- emotionale Abhängigkeit
- Narzissmus-Vorwürfe
- Schuld-Dynamiken
Aus Sicht des Ego ist der Partner verantwortlich für mein Gefühl.
Aus Sicht des Kurses ist der Partner mein Spiegel.
Aus schamanischer Sicht ist der Partner ein Seelenlehrer.
Was triggert, will geheilt werden.
Heilung des Ego – Zwei Wege, ein Ziel
Der Weg von Ein Kurs in Wundern:
- Vergebung (nicht im moralischen Sinn, sondern als Wahrnehmungskorrektur)
- Erkennen:
Ich habe mich getäuscht.
- Rückkehr in den gegenwärtigen Moment
- Übergabe an den Heiligen Geist als innere Stimme der Liebe
Der Kurs sagt: Das Ego verschwindet nicht durch Kampf, sondern durch Nicht-Glauben.
Der schamanische Weg:
- Seelenrückholung
- Krafttierarbeit
- Ahnenheilung
- Energetische Reinigung
- Integration des inneren Kindes
Hier wird das Ego nicht bekämpft. Es wird angenommen und transformiert.
Das verletzte Kind bekommt neue innere Eltern.
Die große Illusion: Ich bin das Ego
Die tiefste Täuschung lautet: Ich bin meine Geschichte.
Doch du bist nicht:
- deine Verletzung
- dein Scheitern
- deine Beziehung
- deine Diagnose
- dein Trauma
Du bist Bewusstsein. Du bist Liebe.
Das Ego ist ein Schutzanzug – wie ein Taucheranzug in einer Welt, die uns kalt erschien. Doch irgendwann dürfen wir ihn ablegen.
Vom Ego zur Liebe
Sowohl der Schamanismus als auch Ein Kurs in Wundern führen uns zu derselben Erkenntnis:
- Liebe ist unsere Natur.
- Trennung ist eine Illusion.
- Heilung ist Erinnerung.
Das Ego stirbt nicht. Es verliert seine Macht.
Und wenn wir aufhören zu kämpfen, beginnen wir zu erwachen.
Impuls zur Selbsterforschung
Stellen Sie sich heute folgende Fragen:
- Reagiere ich gerade aus Angst oder aus Liebe?
- Will ich Recht haben oder in Frieden sein?
- Spreche ich als verletztes Kind oder als erwachsener, bewusster Mensch?
Allein diese Bewusstheit beginnt Heilung.
Fazit
Das Ego ist kein Feind. Es ist ein Hinweis.
Es zeigt uns, wo wir noch nicht in Liebe sind.
Und genau dort beginnt der Weg zurück zu uns selbst.
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