Marta und Maria – Was uns diese biblische Geschichte über innere Ruhe und Präsenz lehrt

 

Die Geschichte von Marta und Maria

Die bekannte Geschichte von Jesus von Nazaret, Marta von Bethanien und Maria von Bethanien finden wir im Evangelium nach Lukas.

Jesus kommt in das Haus der beiden Schwestern.
Marta kümmert sich um alles: Sie organisiert, bereitet vor, sorgt dafür, dass alles perfekt ist.

Maria hingegen setzt sich einfach zu Jesus…
und hört ihm zu.

Marta fühlt sich überfordert und sagt:

„Herr, kümmert es dich nicht, dass meine Schwester mich allein arbeiten lässt? Sag ihr, sie soll mir helfen!“

Doch Jesus antwortet ruhig:

„Marta, Marta, du sorgst dich und bist unruhig wegen vieler Dinge.
Nur eines ist notwendig.
Maria hat den guten Teil gewählt.“

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Zwei innere Zustände – nicht zwei Personen

Diese Geschichte ist mehr als eine Alltagsszene.
Sie ist ein Spiegel unseres inneren Erlebens.

Marta – der aktive Geist

  • ständig beschäftigt
  • kontrollierend
  • angespannt
  • im „Tun“ gefangen

Maria – die bewusste Präsenz

  • still
  • offen
  • empfangend
  • im Hier und Jetzt

Wir alle tragen beide Anteile in uns.

Warum wir oft wie Marta leben

In unserer heutigen Welt wird das „Tun“ belohnt:

  • Leistung
  • Produktivität
  • Kontrolle

Viele Menschen glauben:

„Ich muss mehr machen, um wertvoll zu sein.“

Doch genau hier beginnt das innere Leiden.

Denn ein überaktiver Geist findet selten Frieden.

Der tiefere Sinn: Präsenz statt Kontrolle

Die Botschaft dieser Geschichte ist nicht, dass Handeln falsch ist.
Marta ist nicht „schlecht“.

Aber:

Wenn wir nur handeln, ohne präsent zu sein, verlieren wir uns selbst.

Maria erinnert uns an etwas Essenzielles:

Frieden entsteht nicht durch mehr Tun, sondern durch bewusstes Sein.

Bedeutung für Beziehungen

Gerade in Beziehungen zeigt sich dieses Muster sehr deutlich:

  • Ein Partner „tut viel“ (organisiert, plant, kümmert sich)
  • Aber emotional fehlt die Präsenz

Der andere fühlt sich:

  • nicht gesehen
  • nicht gehört
  • nicht wirklich verbunden

Wahre Verbindung entsteht nicht durch Leistung…
sondern durch Präsenz und echtes Zuhören.

Ein therapeutischer Blick (Innere-Kind-Arbeit)

Aus therapeutischer Sicht:

  • Marta ist oft ein Anteil, der aus Unsicherheit entstanden ist (z. B. „Ich muss leisten, um geliebt zu werden“)
  • Maria ist der Zugang zu deinem inneren Kern (dein ruhiges, verbundenes Selbst)

Heilung beginnt, wenn wir lernen:

von Marta zu Maria zu wechseln

Eine kleine Übung für deinen Alltag

Nimm dir heute 5 Minuten Zeit:

  • Setze dich hin
  • Schließe die Augen
  • Atme ruhig

Und frage dich:

„Bin ich gerade im Modus von Marta oder von Maria?“

Ohne zu bewerten…
nur beobachten…

Und dann erlaube dir…
für einen Moment einfach nur zu sein.

Fazit

Die Geschichte von Marta und Maria erinnert uns an eine zeitlose Wahrheit:

Du musst nicht ständig etwas tun, um wertvoll zu sein.
Du darfst einfach sein.

Und vielleicht…
liegt genau darin der tiefste Frieden.

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