Paartherapie oder Einzeltherapie – was hilft wirklich bei Beziehungskrisen?

 

Ein ganzheitlicher Ansatz mit Hypnose, Innerer-Kind-Arbeit und schamanischer Therapie

Viele Paare, die sich in einer Krise befinden, stellen mir dieselbe Frage:

„Sollen wir lieber gemeinsam zur Paartherapie kommen – oder erst einmal einzeln?“

Der Wunsch ist verständlich. Wenn es kracht, wenn Nähe verloren geht oder sich dieselben Konflikte immer wiederholen, will man schnelle Klarheit. Am liebsten sofort – gemeinsam – und möglichst ohne Umwege.

Doch aus meiner langjährigen Arbeit mit Paaren, Familien und Einzelpersonen hat sich ein Ansatz als besonders wirksam erwiesen:

👉 Zuerst Einzelarbeit – dann gemeinsame Paartherapie.

Warum dieser Weg oft nachhaltiger ist, erkläre ich dir hier.

Paartherapie und Schamanische Heilung & Energiearbeit in München mit Martín Polo aus Peru
Paartherapie, Inneres Kind und schamanische Heilung – vor Ort oder online mit Martín Polo, Dipl.-Sozialpädagoge

Warum Beziehungskonflikte selten im Hier und Jetzt entstehen

Was wir in Partnerschaften erleben, hat meist weniger mit dem aktuellen Streit zu tun als mit alten inneren Prägungen.
Wir reagieren nicht nur auf unseren Partner – wir reagieren auf etwas, das viel früher entstanden ist.

Typische Anzeichen dafür sind:

  • emotionale Überreaktionen oder plötzlicher Rückzug
  • das Gefühl, immer kämpfen oder sich rechtfertigen zu müssen
  • Schuldzuweisungen oder innere Überverantwortung
  • das Erleben, nicht gesehen, gehört oder ernst genommen zu werden

Diese Muster entstehen häufig in der Kindheit.
Dort, wo wir gelernt haben, wie Nähe funktioniert, wie Konflikte gelöst werden – oder eben nicht.

Warum Einzeltherapie vor der Paartherapie so wichtig ist

Wenn beide Partner zunächst einzeln kommen, entsteht ein geschützter Raum, in dem echte Selbstklärung möglich wird –
ohne Bewertung, ohne Verteidigung, ohne Gegenangriff.

In der Einzelarbeit wird möglich:

  • Selbstreflexion:
    Was triggert mich so stark – und warum gerade hier?
  • Innere Entlastung:
    Emotionen dürfen da sein, ohne sofort erklärt oder kontrolliert zu werden.
  • Bewusstwerden alter Muster:
    Viele Konflikte sind Wiederholungen früher Beziehungserfahrungen.
  • Neue Wahlmöglichkeiten:
    Wer sich selbst besser versteht, muss nicht mehr automatisch reagieren.

Erst wenn beide Partner ihr eigenes inneres System etwas sortiert haben, kann echte Paartherapie beginnen.
Dann geht es nicht mehr um Schuld – sondern um Entwicklung.

Das Innere Kind: der unsichtbare Dritte in jeder Beziehung

In jeder Paarbeziehung sitzen nicht nur zwei Erwachsene am Tisch.
Oft sind es zwei innere Kinder, die unbewusst um Sicherheit, Liebe oder Anerkennung kämpfen.

Typische innere-Kind-Dynamiken in Beziehungen:

  • Angst vor Verlassenwerden
  • Bedürfnis nach Kontrolle oder Verschmelzung
  • Rückzug bei Konflikten
  • übermäßige Anpassung oder Rebellion

In der Inneren-Kind-Arbeit geht es nicht darum, Schuld in der Vergangenheit zu suchen.
Sondern darum, heute Verantwortung zu übernehmen für das, was damals gefehlt hat.

Wenn dein inneres Kind Sicherheit erfährt, muss dein Partner diese Rolle nicht mehr übernehmen.
Das entlastet Beziehungen enorm.

Schamanische Therapie in der Paartherapie – was bedeutet das?

Schamanische Therapie wird oft missverstanden.
In meiner Arbeit geht es dabei nicht um Rituale aus dem Lehrbuch, sondern um eine tiefe Arbeit mit inneren Bildern,
Symbolen und Beziehungsebenen.

Schamanische Methoden helfen dabei:

  • emotionale Verstrickungen sichtbar zu machen
  • alte Bindungen oder Loyalitäten zu lösen
  • innere Anteile zu integrieren
  • energetische Spannungen zu klären

Gerade in Paarbeziehungen wirken oft unsichtbare Bindungen: zur Herkunftsfamilie, zu früheren Partnern oder zu übernommenen Rollen.

Wenn diese Ebenen geklärt werden, verändert sich oft erstaunlich schnell auch das äußere Miteinander.

Hypnose als Schlüssel zur Veränderung in Beziehungen

Hypnose ist eine der wirksamsten Methoden in meiner Arbeit – sowohl in der Einzel- als auch in der Paartherapie.

Warum?

Weil Hypnose dort ansetzt, wo Gespräche allein oft nicht mehr weiterkommen: im Unterbewusstsein.

In der Hypnose:

  • werden alte Muster nicht analysiert, sondern neu erlebt
  • kann dein Nervensystem Sicherheit erfahren
  • entstehen neue innere Bilder von Beziehung, Nähe und Selbstwert

Der Körper speichert diese Erfahrung als real ab. Und genau das macht Veränderung nachhaltig.

Hypnose ist dabei:

  • kein Kontrollverlust
  • keine Manipulation
  • keine Show

Sondern ein Zustand tiefer innerer Präsenz.

Paartherapie, wenn beide bereit sind

Sobald beide Partner ihre eigenen Themen besser kennen, wird die gemeinsame Arbeit kraftvoll.

In der Paartherapie geht es dann um:

  • echtes Zuhören statt Verteidigung
  • Verständnis statt Recht-haben
  • neue Formen von Nähe
  • klare Grenzen ohne emotionale Mauern

Konflikte verschwinden nicht – aber sie verlieren ihre zerstörerische Kraft.

Auch bei Familien: erst einzeln, dann gemeinsam

Bei Familienkonflikten gilt ein ähnlicher Ansatz.

Besonders wichtig:

  • Kinder reagieren oft auf Spannungen, die nicht ihre eigenen sind
  • Veränderungen bei den Eltern wirken meist stärker als direkte Kindertherapie
  • Kinder unter 7 Jahren profitieren indirekt am meisten

Wenn Eltern ihr inneres Gleichgewicht finden, verändert sich das gesamte Familiensystem.

Was durch diese Arbeit möglich wird

Viele Paare berichten nach dieser Form der Therapie von:

  • mehr Verständnis füreinander
  • weniger Eskalation bei alten Triggern
  • mehr emotionale Nähe
  • mehr Leichtigkeit, Humor und Verbundenheit

Diese Arbeit ist keine Reparatur.
Sie ist eine Einladung zur inneren Reifung – nicht trotz der Krise, sondern durch sie hindurch.